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John F. Kennedy
22. November 1963
Der amerikanische Präsident wird in Dallas während einer Parade unter mysteriösen Umständen ermordet. Als Täter wird Lee Harvey Oswald verhaftet. Bei der Überführung ins Staatsgefängnis wird Oswald zwei Tage später vom Nachtclubbesitzer Jack Ruby erschossen. Lange Zeit gilt Oswald als gestörter Einzeltäter. Da er Mitglied im "Fair Play for Cuba Committee" war, halten sich Gerüchte, nach denen Fidel Castro hinter dem Attentat steht.
Auch der CIA wird eine Beteiligung am Attentat nachgesagt. Kennedy war gegen ein Eingreifen der USA in Vietnam. Unter seinem Nachfolger Johnson kam es im August 1964 zum offenen Eingreifen der USA in Vietnam.
Nach einer anderen Theorie steckt die Mafia hinter dem Anschlag auf John F. Kennedy. Dieser hatte dem organisierten Verbrechen durch eine steigende Zahl von Razzien stark zugesetzt. Die Anklage gegen Mafia-Mitglieder stieg unter Kennedy um ein Vielfaches.
Neueste Thesen vermuten, dass es einen zweiten Schützen gab und Oswald folglich kein Einzeltäter war.
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Galerie vom 25. Mai 2007
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Patrice Lumumba
17. Januar 1961
Der erste Premierminister der Republik Kongo wird von aufständischen Soldaten gefangen genommen und ermordet. Kopf der Verschwörer ist der Stabschef der Armee, Oberst Mobutu. Drahtzieher im Hintergrund ist jedoch Lumumbas Gegenspieler Kasuvubu, der Mobutu anschließend belohnt und befördert. Ironie des Schicksals: 1965 putscht Mobutu seinerseits erfolgreich gegen Kasuvubu.
Die Verfolgung und Ermordung Lumumbas spielt sich vor dem Hintergrund des ausgehenden Kolonialzeitalters ab. Belgien hat nach wie vor starke wirtschaftliche Interessen in seiner ehemaligen Kolonie Belgisch Kongo. Eine Beteiligung Belgiens bis hin zum Königshaus wird nicht ausgeschlossen. Auch dem US-Geheimdienst CIA wird ein Interesse an Lumumbas Tod nachgesagt. Lumumba galt als sowjetfreundlich.
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Robert F. Kennedy
6. Juni.1968
Der US-Senator und demokratische Präsidentschaftskandidat wird im Ambassador Hotel von Los Angeles erschossen. Als Täter wird der arabischen Immigranten Sirhan Sirhan verhaftet. Es gibt jedoch Zweifel, ob Sirhan allein handelte, oder ob er überhaupt schoss. Er selbst bestreitet die Tat. Sirhan wird zu lebenslanger Haft verurteilt und sitzt bis heute im Hochsicherheitsgefängnis von Kalifornien.
Hartnäckig halten sich Gerüchte, die besagen, Sirhan sei von der Mafia als Auftragskiller engagiert worden, da Robert Kennedy als Justizminister zu unbequem für die Unterwelt wurde.
Zudem kam 1970 eine Kommission bei einer Untersuchung der Projektile zu dem Ergebnis, dass aus zwei Waffen geschossen wurde. Bei Sirhan wurde allerdings nur eine gefunden.
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Salvador Allende
11. September 1973
Das Militär putscht gegen den kommunistischen Präsidenten Chiles. Salvador Allende begeht offiziell Selbstmord. Die genauen Umstände seines Todes sind jedoch unklar.
Als sicher gilt allerdings, dass die CIA die Putschisten förderte und das Land durch Aktionen, unter anderem einen Streik der Lkw-Fahrer, ins wirtschaftliche Chaos stürzte, um so den Boden für einen Staatsstreich zu bereiten. Bereits einige Tage vor dem Umsturz unterrichtete die CIA den westdeutschen Bundesnachrichtendienst vom geplanten Putsch. Der BND soll es jedoch unterlassen haben, den damaligen Bundeskanzler Willy Brandt zu unterrichten. Durch einen Stasi-Spion im BND gelangte die Information zwar in die DDR, eine Warnung aus Ost-Berlin an Allende kam allerdings zu spät.
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Faisal, König von Saudi Arabien
25. März 1975
Der Monarch wird während einer Audienz mit dem Ölminister von Kuwait ermordet. Der Täter ist sein Neffe Faisal ibn Musa‘id. Hintergrund ist eine private Rache: Als Faisal Ende der 50er Jahre das Fernsehen in Saudi Arabien einführt, kommt es zu Protesten konservativer Moslems. In den 60er Jahren versucht eine Gruppe von ihnen, den Fernsehturm zu zerstören. Bei Auseinandersetzungen mit der Polizei wird der Bruder des Täters erschossen. Warum der Attentäter über zehn Jahren mit seiner Rache wartet, bleibt ein Rätsel.
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Sheikh Mujibur Rahman
15. August 1975
Seine diktatorische Herrschaft führte zu einem Militärputsch, bei dem der Gründer und Präsident von Bangladesh und seine Familie ermordet werden. Nur zwei seiner Töchter, die sich gerade in Westdeutschland aufhalten, überleben.
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Aldo Moro
9. Mai 1978
Der Präsident der italienischen Christdemokraten wird von den linksradikalen Roten Brigaden entführt und später ermordet in einem Auto aufgefunden.
Um die Hintergründe der Entführung und Ermordung Moros ranken sich zahlreiche Spekulationen. Es gibt Hinweise auf Beteiligung der Geheimloge Propaganda Due (P2) und von Gladio, einer Geheimorganisation von NATO, CIA und dem britischen Geheimdienst MI6. Auch politischen Gegnern innerhalb seiner eigenen Partei, der Democrazia Cristiana, insbesondere Giulio Andreotti, wird ein Interesse an der Beseitigung Moros unterstellt, da Moro den italienischen Kommunisten politisch entgegen kam.
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Mohommed Anwar Sadat
6. Oktober 1981
Der ägyptische Präsident wird von einem islamistischen Soldaten während einer Parade ermordet. Die Islamisten begründen die Ermordung Sadats damit, dass ein Herrscher, der andere Gesetze als die der Scharia zur Anwendung bringt, kein Muslim mehr sei und rechtmäßig getötet werden dürfe. Der eigentliche Hintergrund dürfte allerdings in Sadats Aussöhnungspolitik mit Israel liegen, für die er zusammen mit Menachem Begin 1978 den Friedensnobelpreis erhielt.
Zu Sadats Beerdigung reist kein einziger arabischer Staatschef an. In Libyen und im Südlibanon wird Sadats Tod sogar gefeiert. Im Iran wird eine Straße nach seinem Mörder Khalid Islambouli benannt.
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Indira Gandhi
31. Oktober 1984
Die indische Premierministerin wird von ihren Leibwächtern ermordet. Nachdem es im Bundesstaat Punjab zu schweren Unruhen zwischen Hindus und fundamentalistischen Sikhs gekommen war, ließ Indira Gandhi am 4. Juni 1984 den Goldenen Tempel von Amritsar stürmen, in dem sich eine militante Gruppe aufständischer Sikhs verbarrikadiert hatte. Diese Aktion wurde von vielen Sikhs als schwere Demütigung empfunden, da ihr heiliger Tempel dabei zum Kriegsschauplatz wurde. Die beiden Attentäter waren Sikhs.
Ihr Sohn Rajiv Gandhi wurde 1991 ebenfalls Opfer eines Attentates.
Indira Gandhi war nicht mit Mahatma Gandhi verwandt, profitierte allerdings von der Namensgleichheit.
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Olof Palme
28. Februar 1986
Der schwedische Ministerpräsident wird auf dem Heimweg nach einem Kinobesuch erschossen. Lange ranken sich zahlreiche Spekulationen um den Hintergrund des Attentats. Militante Kurden, die CIA, das südafrikanische Apartheid-Regime und sogar die schwedische Polizei werden verdächtigt.
Erst Ende 1988 wird Christer Pettersson als Täter präsentiert. Er kann jedoch wegen eines Verfahrensfehlers nicht verurteilt werden, was die Verschwörungstheorien neu entfacht. Nach Petterssons Tod legt seine Freundin Briefe vor, in denen er den Mord gesteht. Angeblich wollte er für einen Bekannten, der wegen Steuerschulden Probleme hatte, Rache an Palme nehmen.
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Yitzhak Rabin
4. November 1995
Der israelische Ministerpräsident wird von einem fanatischen Juden ermordet. Rabin nimmt am Abend des 4. November 1995 an einer großen Friedenskundgebung unter dem Motto "Ja zum Frieden, Nein zur Gewalt" teil. Der Rechtsextremist Jigal Amir erschießt ihn in dem Moment, als Rabin die Bühne verlässt und zu seinem Auto geleitet wird. Nach dem Tod Rabins geraten die Verhandlungen mit den Palästinensern und der gesamte Friedensprozess ins Stocken.
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Anna Lindh
10. September 2003
Die schwedische Außenministerin wird bei einem Kaufhausbesuch mit dem Messer attackiert und stirbt an inneren Blutungen. Wie Olof Palme ist auch Anna Lindh ohne Leibwächter unterwegs. Bei den folgenden Ermittlungen sieht es zunächst so aus, als würde die Polizei genau so wie beim Palme-Mord im Dunkeln tappen.
Hinweise aus der Bevölkerung führen jedoch zur Festnahme von Mijailo Mijailovic, einem Schweden serbischer Abstammung. Als Motiv nehmen die Behörden zunächst die rechtsextreme Gesinnung des Täters an. Mijailovics Verteidiger plädiert jedoch auf geistige Verwirrung seines Mandanten. Der Oberste Gerichtshof stellt 2004 fest, Mijailo Mijailovic habe die Tat vorsätzlich begangen und mildernde Umstände lägen daher nicht vor. Der Angeklagte wird lebenslang inhaftiert.
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